ROTOR INpower DM Road – der günstige Einstieg in die Powermeterklasse

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Ein Powermeter (Leistungsmesser) muss heute nicht mehr unerschwinglich sein. Das beweist die neue Kurbelgeneration INpower Direct Mount Road von ROTOR mit ihrem aggressiven Einstiegspreis von nur 699 Euro! Mal abgesehen davon, dass man  dafür Elektronik-Hightech neuester Bauart bekommt, ist die zugrundeliegende Kurbel außerordentlich hochwertig, extrem steif und bietet mit dem revolutionären Direct Mount System beste Wartbarkeit.

Bleiben wir gleich beim Schlagwort Direct Mount, denn das war mit ausschlaggebend bei der Auswahl der EUROBIKE-Jury zum Gold Award 2018. Das vom MTB stammende Direct Mount System wird nun auch auf dem Rennrad / TT / Triathlonbike salonfähig und sorgt für ein einfach wartbares, aufgeräumtes und drehmomentoptimiertes System. Das Kettenblatt wird dabei nicht mit 4/5 Schrauben an einem Spider befestigt, sondern einfach über eine Spline-Verbindung (Positiv/Negativ-Zahnradverbindung) montiert. Das geht sehr schnell und ohne besonderes Werkzeug. Die Kettenblätter kommen als Onepiece-Einheit in den gängigen Kombinationen 50/34, 52/36 und 53/39.  54/32 und 46/30 sind ebenfalls angekündigt und folgen in Kürze. Natürlich ist das System voll kompatibel zu Schaltgruppen von Shimano, SRAM oder Campagnolo.

Der Powermeter eignet sich bestens für Rennradfahrer oder Triathleten, die ohne großen finanziellen Aufwand mit Hilfe der Leistungsmessung besser trainieren und Wettkämpfe fahren wollen.

Die Elektronik der ROTOR INpower DM Road

Das neue INpower DM System ersetzt bei Hersteller Rotor die bisher spiderbasierte INpower-Serie und bietet mit neuer Firmware und Innenleben ausgestattet nun neben dem ANT+ Funkstandard auch Bluetooth Smart. Damit schließt INpower zur Premiumversion 2INpower auf und ermöglicht die Verbindung zu Smartphones, Tablets oder Rechnern. Vor allem im Hinblick auf die Analyse und Auswertung ist das ein echter Vorteil. Die kostenlos verfügbare Software Rotor Power für iOS (Desktop und iPhone) sowie Windows und Android erlaubt tiefgreifende Einblicke in die individuelle Pedalier-Effizienz (Trittanalyse) und macht im Hinblick auf die ovalen Kettenblätter Q Rings von Rotor sogar Konfigurationsvorschläge bei der Montage, um die verstellbaren Ringe ideal einzurichten. Diese Funktion gibt es aktuell ausschließlich bei Rotor und war bisher der Premium-Serie 2INpower vorbehalten. Die gesamte Elektronik sitzt, wie bei Rotor üblich, gut geschützt im Innenlager und ist damit bei einem Aufsetzen oder Crash gegen Beschädigung gesichert.

Eine weitere Besonderheit der Rotor-Software ist die Verbindung mit den hauseigenen Powermetern ist die Funktion Torque 360, mit der die auf den Kurbelarm wirkende Kraft über eine volle Umdrehung (360 Grad) gemessen und angezeigt wird. So entstehen einfach ablesbare Diagramme, an denen auch der Laie sofort erkennen kann wo bei ihm der Wurm drin steckt und wie man dem abhelfen kann. Leistungsgewinn durch Erkenntnis ist die Devise – und das auch ohne teure Diagnostik mit einem schnellen 20-Minuten-Test oder auch einfach zwischendurch mit Livedaten auf der Trainingsrolle.

Funktionell bietet der Powermeter das gesamte Portfolio an Daten, die sich mit einem modernen Leistungsmesser erfassen und auf dem Endgerät anzeigen lassen. Dazu gehören u.a. die aktuelle und durchschnittliche Leistung in Watt (W), die maximale Leistung, Kadenz (Umdrehungen pro Minute) und zahlreiche weitere Daten, die moderne Radcomputer problemlos daraus berechnen und anzeigen können. Die Trittfrequenz wird übrigens mit integrierten Beschleunigungsssensoren ermittelt. Die gegenläufig angebrachten Dehnmesstreifen bieten eine außerordentlich hohe Genauigkeit von ± 1 Watt, nicht zu verwechseln mit Powermetern die ± 1% Genauigkeit anbieten und mit steigender Leistung immer ungenauer werden.

Die Daten der INpower sind dank der standardisierten Funksysteme ANT+ und Bluetooth Smart sowie des gleichermaßen standardisierten Datenformats .fit kompatibel zu nahezu allen aktuellen Radcomputern und Trainingssoftware wie z.B. Trainingpekas, 2Peak und viele andere.

ROTOR INpower DM Systemübersicht

ROTOR INpower Road DM

Die Kettenblätter im Überblick

Wie schon erwähnt, sind bereits drei gängige Kettenblattkombinationen verfügbar. Zwei weitere sind angekündigt und werden in Kürze das Portfolio erweitern. Alle Kettenblattkombinationen gibt es wahlweise in runder als auch ovaler Ausführung, wobei die ovalen Q Rings geringfügig teurer sind, aber eben auch in Kombination mit der Software die Türen zur Tritteffizienzoptimierung weit aufstoßen. Alle Kettenblätter entstehen, wie übrigens auch der Rest der Kurbel, in der Madrider Manufaktur von Rotor. Die Spanier setzen hier seit vielen Jahren auf CNC-Technik mit hochmodernen Steuerungssystemen, die auch hochkomplexe Fräsvorgänge realisieren können. Nur so ist es überhaupt möglich derart filigran gearbeitete Doppelkettenblätter und hohle Kurbelarme aus Aluminiumrohlingen zu fertigen, die in Sachen Steifigkeit den meisten Carbonkurbeln überlegen sind. Das mattschwarze Finish entsteht durch die abschließende Anodisierung und bietet eine sehr resistente Oberfläche gegen Steinschlag und Kratzer.

Update vom Dezember 2018: Inzwischen sind auch die Kettenblattkombinationen 46/30 und 48/32 verfügbar.

Die Direct Mount Kettenblätter der INpower DM Road wurden zunächst für die Oberklasse-Kurbel Rotor Aldhu entwickelt. Inzwischen sind diese so außergewöhnlichen Kettenblätter aber Dreh- und Angelpunkt einer ganzen Produktfamilie aus den beiden Kurbeln Aldhu und Vegast sowie den Powermetern INpower und 2INpower. Preislich liegen alle klassisch runden Kombis bei 179.- Euro, die Q-Rings 20 Euro darüber – alle Preise verstehen sich als UVP.


Vergleich 2INpower vs. INpower

Bei der Entscheidung zwischen der 2INpower und dem INpower-System gilt es abzuschätzen, ob die beidseitige Messung am Kurbelarm für den Athleten von Relevanz ist. Die deutlich aufwändigere Integration der multiplen Sensorik ermöglicht eine Funktionserweiterung um Balancewerte und daraus resultierend auch eine Balanceoptimierung durch Powermeter und Software. Auch dies ist ein Bestandteil der angestrebten Tritteffizienzoptimierung, mag aber nicht für jeden von gleich hoher Wichtigkeit sein. Der zweite Unterschied zwischen den beiden Systemen ist die Energieversorgung. 2Inpower setzt dabei auf einen wiederaufladbaren Li-Ion Akku mit etwa 250 Stunden Laufzeit. INpower kommt mit einer schnell wechselbaren AA-Zelle (Mignon), die sogar 300 Stunden Laufzeit verspricht. Wer mag, kann hierbei natürlich auch auf einen wiederaufladbaren Akku setzen – dieser ist nicht Teil des Lieferumfangs. Eine handelsübliche Mignonzelle aus dem Supermarkt tut es erfreulicherweise aber eben auch.

Warum Direct Mount?

Diese Frage stellt sich nur Rennradfahrern. Die Mountainbikewelt hat den neuen Standard in den vergangenen 2-3 Jahren bereits ohne große Reibungsverluste akzeptiert und befindet sich auf dem Weg zum alleinigen Standard. Spiderbasierte Systeme sind immer seltener anzutreffen und heute eigentlich fast ausschließlich nur noch an Zweifach-Systemen. Im nächsten Schritt erobert DM das Rennrad und wird durch neue Schaltgruppen früher oder später auch den Umwerfer ersetzen, wie es beim MTB ebenfalls zu beobachten ist. Die volle Kompatibilität zu klassischen Gruppen aller Hersteller macht eine Direct Mount-Kurbel zu einer Next-Step-Komponente ohne Einbußen. INpower DM Road ist seiner Zeit voraus und wird beim nächsten Training für Gesprächsstoff sorgen.

Specs

Gewicht Komplettsystem mit 50/34 Kettenblattkombi und 170mm Kurbelarm – 673g
Kurbelarmlängen 165, 170, 172.5 und 175mm
Innenlager 30mm – kompatibel zu BB30 / PF30 / PF30 BBright / BB386 / BSA / ITA / BB86
Q-Faktor 117.5mm
Kettenlinie 43.5mm
Material 6082 und 7075 Aluminium
Funkstandards ANT+ und Bluetooth Smart
Batterie AA 1.5V / 300 Stunden
Autor |2018-12-06T15:35:33+00:0010. September 2018|Brand / Kategorie: ROTOR|Tags: |
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